Merken Ich habe dieses Gericht an einem verregneten Samstagabend entdeckt, als ich eigentlich nur Nudeln kochen wollte. Im Kühlschrank lag noch ein Stück Brie vom Wochenende, daneben ein paar Tomaten. Ich dachte mir: Warum nicht einfach alles zusammen in den Ofen schieben? Was daraus wurde, war pure Magie – cremig, würzig und so unglaublich einfach, dass ich es kaum glauben konnte. Seitdem ist es mein Geheimrezept für Abende, an denen ich beeindrucken will, ohne stundenlang zu kochen.
Als ich das erste Mal die Auflaufform aus dem Ofen zog, stand meine Schwester neben mir und fragte ungläubig, ob ich wirklich nur Käse und Tomaten gebacken hätte. Der Duft von geschmolzenem Brie, karamellisierten Tomaten und Thymian füllte die ganze Küche. Wir standen da, mit Gabeln bewaffnet, und probierten direkt aus der Form – noch bevor die Nudeln fertig waren. Es war einer dieser seltenen Momente, in denen ein Gericht so gut wird, dass man vergisst, es hübsch anzurichten.
Zutaten
- 400 g Fettuccine: Ich nehme gerne frische Bandnudeln, aber getrocknete funktionieren genauso gut – achte nur darauf, sie richtig al dente zu kochen, damit sie die Sauce perfekt aufnehmen.
- 250 g Brie mit Rinde: Die Rinde bleibt dran und schmilzt mit – sie gibt der Sauce eine extra cremige Textur und einen leicht nussigen Geschmack.
- 500 g Kirschtomaten: Halbiere sie gleichmäßig, damit sie zur gleichen Zeit platzen und ihren Saft freigeben.
- 3 Knoblauchzehen: Schneide sie dünn, nicht gehackt – so werden sie im Ofen goldbraun und süßlich, statt bitter.
- 2 EL natives Olivenöl extra: Verwende ein gutes Öl, das schmeckst du später in der Sauce.
- 1 TL frische Thymianblättchen: Frischer Thymian macht den Unterschied, aber getrockneter geht zur Not auch.
- ½ TL Chiliflocken: Optional, aber sie bringen eine feine Wärme, die die Süße der Tomaten ausbalanciert.
- Salz und Pfeffer: Großzügig würzen – die Tomaten und der Brie brauchen das.
- 10 frische Basilikumblätter: Zerreiße sie mit den Händen kurz vor dem Servieren, dann entfalten sie ihr volles Aroma.
Zubereitung
- Ofen vorheizen:
- Stelle den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze ein. So wird die Hitze gleichmäßig verteilt und die Tomaten bekommen schöne Röstaromen.
- Tomaten vorbereiten:
- Gib die halbierten Kirschtomaten mit Knoblauch, Olivenöl, Thymian, Chiliflocken, Salz und Pfeffer in eine große ofenfeste Auflaufform. Schwenke alles gut durch, damit jede Tomate von der Würze umhüllt ist.
- Brie einbetten:
- Lege die Brie-Stücke mittig zwischen die Tomaten – sie sollten halb versenkt sein, umgeben von den kleinen roten Kugeln. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt dafür, dass der Käse perfekt schmilzt.
- Ab in den Ofen:
- Backe alles unabgedeckt für 25 Minuten, bis die Tomaten aufplatzen, Saft abgeben und der Brie weich und cremig wird. Die Küche riecht jetzt schon fantastisch.
- Nudeln kochen:
- Während die Form im Ofen brutzelt, koche die Fettuccine in reichlich gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung. Behalte eine halbe Tasse Nudelwasser zurück, bevor du abgießt – das ist dein Geheimtrick für eine samtige Sauce.
- Sauce verrühren:
- Nimm die Form aus dem Ofen und rühre den geschmolzenen Brie mit den Tomaten zu einer cremigen, leicht stückigen Sauce. Es sieht aus wie flüssiges Gold.
- Nudeln unterheben:
- Gib die heißen Fettuccine direkt in die Auflaufform und schwenke alles kräftig durch. Füge nach und nach etwas Nudelwasser hinzu, bis die Sauce seidig glänzt und jede Nudel umhüllt.
- Anrichten und genießen:
- Streue das zerrissene Basilikum darüber, würze mit frisch gemahlenem Pfeffer und serviere sofort – am besten direkt aus der Form, so wie ich es am liebsten mache.
Merken Einmal habe ich dieses Gericht für Freunde gemacht, die eigentlich nur auf einen Tee vorbeikommen wollten. Als sie den Duft rochen, blieben sie zum Essen – und wir saßen bis spät in die Nacht am Tisch, mit einer zweiten Flasche Wein und viel zu vielen Geschichten. Genau so soll Essen sein: unkompliziert, warm und einfach gut.
Variationen und Ergänzungen
Wenn du noch etwas Grün dazugeben möchtest, wirf eine Handvoll Babyspinat oder Rucola direkt vor dem Servieren unter die heißen Nudeln – sie welken in Sekunden und bringen Frische rein. Camembert funktioniert genauso gut wie Brie, falls du den gerade zur Hand hast. Für eine herzhaftere Variante kannst du auch ein paar Scheiben Pancetta oder Speck knusprig braten und am Ende darüberstreuen.
Was dazu passt
Dieses Gericht ist reichhaltig und cremig, also harmoniert es wunderbar mit einem knackigen grünen Salat und einem Glas kühlem Sauvignon Blanc oder Pinot Grigio. Ein frisches Baguette zum Tunken der letzten Saucenreste ist auch keine schlechte Idee – ich mache das jedes Mal. Wenn du es etwas leichter magst, serviere gedünstetes Gemüse oder gerösteten Brokkoli als Beilage.
Aufbewahrung und Resteverwertung
Falls tatsächlich etwas übrig bleibt, bewahre es in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf – es hält sich etwa zwei Tage. Beim Aufwärmen gebe ich immer einen Schuss Milch oder Sahne dazu, damit die Sauce wieder cremig wird. Du kannst die Reste auch kalt als Nudelsalat genießen, mit etwas Zitronensaft und frischem Basilikum aufgepeppt.
- Reste halten sich bis zu zwei Tage im Kühlschrank.
- Beim Aufwärmen einen Schuss Milch oder Nudelwasser hinzufügen.
- Auch kalt als Nudelsalat mit Zitrone und Kräutern lecker.
Merken Dieses Rezept hat mir gezeigt, dass die besten Gerichte oft die einfachsten sind – ein paar gute Zutaten, ein heißer Ofen und ein bisschen Geduld. Ich hoffe, es wird auch bei dir zu einem Lieblingsessen, das du immer wieder kochst.
Rezept-Fragen
- → Wie erkennt man, dass der Brie perfekt geschmolzen ist?
Der Brie sollte weich und cremig sein, leicht flüssig in der Mitte, ohne komplett zu zerlaufen.
- → Kann man andere Nudelsorten verwenden?
Ja, breite Nudeln wie Tagliatelle oder sogar kurze Formen funktionieren gut, solange sie al dente gekocht werden.
- → Wie beeinflussen frische Kräuter den Geschmack?
Frische Kräuter wie Thymian und Basilikum bringen lebendige, aromatische Nuancen, die die cremige Sauce perfekt ergänzen.
- → Gibt es Alternativen für den Brie?
Camembert kann als milder Ersatz dienen, da er ähnlich geschmolzen wird und einen cremigen Kern hat.
- → Warum wird Nudelwasser zur Sauce gegeben?
Das stärkehaltige Nudelwasser sorgt für eine samtige Konsistenz und hilft, die Sauce besser an den Nudeln zu binden.